Künstler- und Veranstaltungsmanagement
| Ellen Maeder-Gutz |
Information
Ellen Mäder-GutzBildende KunstMäder-Gutz studierte von 1975 bis 1982 an der Kunsthochschule Weißensee Grafik und Bildhauerei. Spätestens mit ihrem Weg in den Westen, der sie 1987 nach West-Berlin führte, erarbeitet Mäder-Gutz einen individuellen Formenkanon. Das traditionelle Menschenbild hinter sich lassend, beginnt sie eine tief greifende Auseinandersetzung mit der Natur. Tief ins Innere des Sichtbaren dringend, inszeniert die Künstlerin organische Formen, die der Natur nachempfunden, jedoch kein Abbild dieser sind. In Steinskulpturen, Keramikobjekten, Zeichnungen oder Grafiken finden sich florale Motive, die eine fast beiläufige Erotik ausstrahlen. Ellen Mäder-Gutz lebt seit 2004 in Vechta und arbeitet als wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin an der dortigen Universität. Weitere Informationen über die Künstlerin sowie Eindrücke von ihrer künstlerischen Tätigkeit finden Sie hier: www.ellen-maeder-gutz.de
BiografieBiografieseit 2002
Ausstellungen2011 2010
Stipendien2007
BibliografieBritta Peterson, Tulpan und Pernilla, 2007 TermineAusstellungstermine und Adressen201107. - 11. September Berliner Liste 2011 fair for contemporary art and photography Öffnungszeiten Eintritt Weitere Informationen:
16. September - 14. Oktober DRUCKBAR Vernissage, Freitag, den 16. September, 20 Uhr Kölner Graphikwerkstatt Öffnungszeiten: freitags 17 bis 19 Uhr 201226. April - 21. Juni „три в одном“ (drei in einem) oder "Das grüne Licht der Steppen" Eine künstlerische Feldforschung auf den Spuren von Brigitte Reimann Justizvollzugsanstalt (JVA) für Frauen - Vechta 11. Mai - 1. Juli Bremen - Hafenmuseum RezensionenRezensionen: Ellen Mäder-Gutz in der Presse
Oldenburgische Volkszeitung vom 27.05.2011
punkt - Frühjahr 2011
Weserkurier vom 20.03.2010
punkt - Frühjahr 2010
Cuxhavener Nachrichten vom 20.06.2009
punkt - Herbst 2007
Stader Tageblatt vom 08.10.2007
Nordsee-Zeitung vom 19. Dez 2006Blühender Garten der KunstEllen Mäder-Gutz zeigt ihre Ausstellung „Tulpan und Pernilla“ in der Bremerhavener KunsthalleBlüten, Blüten, Blüten. Die exotischen Sorten wachsen überall, hinter Glas, an den Wänden und auf dem Boden sowieso. Das üppige Gewächshaus versteckt sich mitten in der Innenstadt. Nur eines ist merkwürdig: Selbst die allerschönsten Pflanzen duften überhaupt nicht. Kein Wunder, die Blütenblätter sind aus Porzellan oder Steatit, die Stängel einiger Prachtexemplare gar aus Eisen. Verantwortlich für das Blumenmeer ist nicht Mutter Natur, sondern Ellen Mäder-Gutz, die die Bremerhavener Kunsthalle mit der Ausstellung „Tulpan & Pernilla“ in einen zauberhaften Garten verwandelt.
Nordsee-Zeitung, März 1999, Anne StürzerAuf der Suche nach Kunst zwischen Lust und LogikGemeinsames Projekt: Ellen Mäder-Gutz und Magdalena Drebber„Bei Bopp“ nennen die Künstlerinnen Magdalena Drebber und Ellen Mäder-Gutz ihr neues gemeinsames Ausstellungsprojekt höchst salopp. Denn über den Schaufenstern des Raumes in der Bürgermeister-Smidt-Str. 129 prangt noch das würdige Firmenschild „Raumausstatter Bopp“. Das war bis vor kurzem eine Adresse für Kundinnen mit gehobenen Ansprüchen an Wohnkultur und Heimtextilien. Nun, seit der Laden fast geräumt ist, füllt er sich wieder, allerdings nicht mit Gattinnen, sondern mit Kunstfreunden. Denn auf der Ladentür verheißt eine weitere Inschrift: „Städtische Galerie auf Zeit der Stadt Bremerhaven“. Zur Eröffnung war kein Stehplatz mehr frei. Die Sitzplätze, darunter ein lila Sessel, wagte niemand zu nutzen, denn wo man Kunst erwartet, gewinnen auch Sitzmöbel eine Aura der Unberührbarkeit.Wie vieles andere auch, war das Stühlchen jedoch ein Requisit des Ortes. Zwischen Tresen und Regalen mit Vorhangresten, Stoffmusterbüchern, Knopf-Schubladen, Gardinenstangen und buntem Klimbim dankte Kulturamtsleiterin Dr. Gisela Lehrke den Künstlerinnen für Idee und Gestaltung, der Sparda-Bank Bremerhaven für großzügiges Sponsoring und dem Kunstvereinsvorsitzenden Jürgen Wesseler für sein Mitwirken als Kurator. Die Künstlerinnen seien dem Satz gefolgt: „Ich suche nichts, ich finde etwas.“ Lehrke forderte das Publikum auf, sich gleichfalls dem Ambiente des Ortes auszusetzen und zu „finden“. Da wird auf einmal alles, auch das banalste Relikt, auf seine möglichen Bedeutungen hin untersucht. Jalousien und rollos verlieren plötzlich die Eindimensionalität des Nutzens ebenso wie der Schrank mit den Schiebetüren. Verhüllung wird Offenbarung und umgekehrt. Der Schrank wird zum Schrein, angefüllt mit intimen Objekten zum Thema „Die Kraft der Zwei“ von Ellen Mäder-Gutz. Der Betrachter wird listig auf die Archaik des Altertums verwiesen. Beiläufig am Tresen lehnende gerahmte Fotos zeigen Beispiele aus dem bildhauerischen Werk der Künstlerin, das sich vor allem mit dem klassischen Menschenbild auseinandersetzt. Es büßt nichts an Bedeutung ein, wenn es sich ironisch-bescheiden zwischen Wohlstandutensilien verbirgt. Dafür entwickeln die aus Ton geformten und in Engobe mattglasierten Busenpaare von Ellen Mäder-Gutz - aus ihrer Ausstellung „Begegnungen mit Folgen“ 1998 in Bremen - im hinteren Werkstattraum des Deko-Ladens eine unbefangene Selbstverständlichkeit. In additiver Reihung verkörpern die bunten Brüste eine stets gegenwärtige Weiblichkeit - seitab allen Handels mit den Versatzstücken repräsentativer Wohligkeit. Mit diesen geht denn auch Magdalena Drebber - 1998 Stipendiatin im Fischereihafen-Atelier - entlarvend um. Kaltgrün lackierte Holzstühle präsentieren auf ihren Sitzen Polsterstoffe - unter Glas - und gebieten damit Distanz. Ein weißes Kleid, wie es kleine Mädchen zum Blumenstreuen tragen, ist am Rocksaummit riesigen Ösen zusammengenietet. „Sehnsucht nach Unschuld“ - ein unerfüllter Traum. Daneben hängende metallringe geben der Szene etwas Martialisches. Auch der Kleiderständer mit akkurat durchlöchertem Herrenhut verweist auf einen Zusammenhang zwischen Seriosität und Folter. Da mögen nur die Plastikhäschen ohne Unterleib aus ihrer Ökotüte lachen: „Schweigen als Applaus“. Bei diesen und allen weiteren Arbeiten von Magdalena Drebber leisten auch die Titel ihren Beitrag zur dadaistischen Absurdität. Ganze Satire-Szenarien mögen da im Betrachter ablaufen, je nach Lesart der Objekte und eigener Entdeckerfreude. Lust und Logik kommen ganz und gar zu ihrem recht. Nur wirklich professionelle Kunst kann es leisten, derart unterhaltend zu sein: In Nachbarschaft zum Banalen nimmt sie den Dialog mit ihm auf, befragt es nach seiner Repräsentanz, entlarvt es in seiner Komik und wird doch selbst nicht trivial dabei. PR-MaterialPressefotos und PresseberichteFür PR-Material nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: www.kulturinitiative.de
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