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Katharine Mehrling

Information

Katharine Mehrling

Entertainment - Jazz

Im Frühjahr 2011 erscheint ihr neues Album, produziert von der Jazzlegende Rolf Kühn!
Katharine Mehrling künstlerische Reise ist beim Jazz angekommen. Hier zeigt sie mehr als nur eine kreative Bestätigung ihres großen Talents. Das Zusammentreffen mit der Jazzlegende Rolf Kühn inspirierte sie zum Schreiben eigener Texte, deutscher Texte, die Kühn zum swingen bringt. Seine Musik und Katharine Mehrlings Stimme erzeugen eine faszinierende, relaxte Atmosphäre.

Die farbenfrohe, stilistische Palette, die der Jazz heute präsentiert, nutzt Katharine Mehrling wie eine Meisterin. Sie mischt Swing, Country und Blues in einem Spannungsbogen, der nie zu brechen droht. Kaum vorstellbar, dass es diese Musik mit deutschen Texten noch nicht gab.

Personality-Show: Bonsoir Katharine

Als Piaf wurde sie stürmisch gefeiert, sie begeisterte als Sally Bowles in der legendären Cabaret Inszenierung von Vincent Paterson und erntete donnernden Applaus als Irma La Douce! Berlin feiert sie als seinen Musicalstar, der keinen Vergleich mit Edith, Liza oder Shirley zu scheuen bräuchte.
Nun dürfen wir Katharine kennenlernen, eine Künstlerin, der man in einem Atemzug Stimme, Sexappeal und Seele zugesteht. Sie lüftet die Geheimnisse ihrer Grand-Prix-Vergangenheit und präsentiert erstmalig auch eigene Songs.
La Mehrling lädt dorthin ein, wo sie zu Hause ist, zwischen Klassikern aus Jazz und Blues, Chansons von Charles Aznavour, Serge Lama, natürlich Edith Piaf, Country, Musical und Schlager. Paris, Nashville und Ostheim waren noch nie so nah!

„Eine Frau voller Witz, Charme und Mut - und jeder Menge Sexappeal.“
Eva Kalwa, Der Tagesspiegel

„Sie ist das reinste Stimmwunder“
Birgit Walter, Berliner Zeitung

„Ein Gesamtkunstwerk aus Musik und Erotik“
Tobias Becker, Frankfurter Rundschau

Musiker:

Piano: Harry Ermer
Gitarre: Jo Gehlmann
Bass: Daniel Zenke

Special Guest: Rolf Kühn

Regie: Stephan Prattes

 

Biographie

Biographie

Katharine Mehrling studierte Schauspiel und Musical Theatre in New York und London.

Ihr Bühnendebüt gab sie im renommierten Old Vic Theatre im Londoner West End. Noch während ihrer Ausbildung am Londoner Studio Center engagierte sie der Regisseur Michael Bogdanov (English Shakespeare Company) als einzige Deutsche für die Revivalproduktion von HAIR.

Zurück in Deutschland belegte sie den 2. Platz bei dem Bundeswettbewerb Gesang und wurde mit dem Preis des Deutschen Bühnenvereins ausgezeichnet.

Sie spielte zahlreiche Rollen wie: Sugar Kane in SOME LIKE IT HOT, Sandy in GREASE, Norma Cassidy in der europäischen Erstaufführung von VICTOR/VICTORIA, Polly in der DREIGROSCHENOPER, Eponine in LES MISERABLES und Evita Peron in EVITA.

Im Berliner Schlossparktheater unter Intendant und Regisseur Andreas Gergen stand sie 2004-2006 als Klein Erna in PINKELSTADT, Ottilie von Henkeshofen in WIE EINST IM MAI, Lilian in DIE 3 VON DER TANKSTELLE und als Amnesia in NON(N)SENS auf der Bühne.

Parallel war sie in über 250 Vorstellungen die Sally Bowles in CABARET in der Bar jeder Vernunft (Regie: Vincent Paterson).

Internationale Aufmerksamkeit erregte Katharine Mehrling als PIAF. In bislang drei verschiedenen Inszenierungen, zuletzt 2004-2005 an der Berliner Tribüne, verkörperte Katharine Mehrling die Piaf. Um diese Figur in all ihren Facetten zu erspüren, lebte sie in Paris, begab sich auf eine Zeitreise und folgte den Spuren der Piaf.

Diese Erfahrungen inspirierten sie zu ihrem Soloprogramm HOMMAGES, mit dem sie zusammen mit ihren Musikern Markus Höller (Piano) und Vassily Dück (Akkordeon) u.a. bereits bei Bundespräsident Horst Köhler im Schloss Bellvue, im Münchner Gasteig und auf der MS Europa auftrat.

2008 stand Katharine Mehrling als Emma in dem One-Woman-Musical BLEIB NOCH BIS ZUM SONNTAG von Andrew Lloyd Webber und als IRMA LA DOUCE auf der Bühne der Tribüne.

In dem neuen Bryan Singer Film ‚Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat‘ mit Tom Cruise ist Katharine Mehrling als Sängerin im Offiziers Club zu sehen. Ausserdem ist sie auf John Ottmans Film Soundtrack mit dem Lied ‚Für eine Nacht voller Seligkeit‘ zu hören.

Am Opernhaus Magdeburg spielte sie die Prostituierte Lucy in JEKYLL ‚N HYDE, Regie: Andreas Gergen und Christian Struppeck, Choreographie: Kim Duddy.

Zur Zeit steht sie als 90-jährige Frau Mehrling im Songdrama EWIG JUNG von Erik Gedeon auf der Bühne des Renaissance Theaters.

Ihr zweites Soloprogramm ‚Bonsoir Katharine‘ lief zwei Wochen lang in der Bar jeder Vernunft, im Köstritzer Spiegelzelt in Weimar und bei den Burgfestspielen Bad Vilbel.
Katharine Mehrling veröffentlichte mehrere CDs.

Termine

Showtermine und Veranstaltungsorte

2012

Programm: Musique & Varieté - Eine artistisch-musikalische Nacht mit Katharine Mehrling

Am Rande der Nacht

Katharine Mehrling und ihre Band mit internationalen Varieté-Stars

Berlin - Wintergarten Varieté

11. Februar bis 14. April

Mi. - Sa. 20.00 Uhr
So. 18.00 Uhr
Mo.+ Di. spielfrei

 

Programm: Am Rande der Nacht (Special Guest Rolf Kühn)

24. Juli - Wetzlar - Openair im Rosengarten

 

Rezensionen

Rezensionen: Katharine Mehrling in der Presse

 

Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2011, von Michael Dick

Achteinhalb-Sterne-Koch als spezielle Zutat

Im kleinen Schwarzen steht sie am Freitagabend da, das Kleid schmiegt sich an den Körper, die blonden Haare sind hochgesteckt, nur rechts und links fallen Strähnen an den Schläfen herab. Auch das Dekolleté unterstreicht das Äußere der Femme fatale. Und dann singt Katharine Mehrling bei den Leipziger Classic Open auch noch, wie sie singt: schmeichelnd-zart, dann wieder kraftvoll. Als sie im dritten Lied enorme stimmliche Präsenz zeigt, beherrscht sie den Raum komplett, verstummt jeder Dialog. Wer bis dahin nur mit halbem Ohr zugehört hat, ist nun gefangen. Sie hat sich den Platz vor dem Alten Rathaus erobert, der trotz Regens gut gefüllt ist. Er wird bis 23 Uhr ihr Territorium sein.

Denn diese Frau ist zwar Sängerin und Schauspielerin, aber auch eine glänzende Entertainerin. Nach dem vierten Lied geht sie ins Publikum, zerrt einen – vermeintlich überraschten – jungen Mann an seiner Krawatte auf die Bühne, tanzt dort und spielt mit ihm. „Lecker“, das erste Stück auf ihrer neuen CD „Am Rande der Nacht“, singt sie anschließend auf dem Flügel sitzend, trägt zum kleinen Schwarzen eine Schürze, rührt mit einem Kochlöffel in einem Topf und swingt locker-leicht. Als Gastmusiker, wie es neudeutsch heißt: Special Guest, betritt eine Jazz-Legende die Bühne. „Begrüßen Sie bitte den Achteinhalb-Sterne-Koch Rolf Kühn!“ Mit dem Klarinettisten, der in Leipzig-Lindenau aufwuchs, hat Mehrling das Album produziert, von dem die meisten Lieder des Abends stammen. Nach dem ersten gemeinsamen Auftritt sind vereinzelte Bravo-Rufe zu hören.

Chansons und Blues trägt die in Berlin lebende Mehrling auf Deutsch vor, als wären die beiden musikalischen Genres in Hamburg oder Thüringen entstanden und hätten nicht in Frankreich und den USA ihren Ursprung. Es passt alles, ist stimmig. Einen großen Anteil hat daran auch die glänzend aufgelegte Big-Band. Der gebürtigen Hessin merkt man zudem ihre internationale Ausbildung an. Es gibt keinen Qualitätsabfall, wenn sie ein Edith-Piaf-Lied auf Französisch singt oder ein Country-Stück in englischer Sprache. Schauspiel und Musical Theatre studierte sie am London Studio Centre und am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. Um ein Chanson stilecht vortragen zu können, lebte sie in Paris. Unerwartet volksmusikantelt es, wenn Mehrling anfängt zu jodeln. „Ich hab’ mein Jodel-Diplom“, sagt sie.

Wer so viele Facetten hat, hätte es nicht nötig, sich über andere lustig zu machen. Aber die Mittdreißigerin übersetzt „Satellite“ von Nationalliebling Lena ins Deutsche, wodurch der platte Text des englischen Originals allen vor Augen geführt wird. Zudem trägt sie es bedächtig vor. Ein Wermutstropfen an diesem Abend. Nach großartigen 90 Minuten trägt Mehrling die Haare offen und sagt zum Publikum: „Sie können mich heute Abend für 15 Euro mit nach Hause nehmen.“ Einer ihrer Musiker hält ihre CD hoch. Wer es getan hat, kann heute musikalische Leckerbissen zu Hause hören.


Flensburger Tageblatt vom 30.04.2011, von Anja Werner

So schön rockt nur Katherine das Chanson

“Bonsoir Katharine!” Moment mal, diese Künstlerin ist doch nicht als Katharine, sondern als Piaf schon längst auf dem Sprung vom Geheimtipp zum Star. Doch der Titel des Programms, das das jüngste “Strandgut” am Donnerstag Abend in den Saal des “Strandhotels” nach Glücksburg spült, ist dennoch perfekt gewählt. Denn Katharine Mehrling ist längst mehr als die perfekte Piaf-Kopie, die auf hohen Absätzen, im hautengen kleinen Schwarzen sexy durch die Republik stöckelt, singt, säuselt und schmettert.

Klar gibt die Wahl-Berlinerin auch in Glücksburg zunächst den französischen Vamp, der sich aber nur mit einem koketten Dreh zum hessischen Provinz-Mädel wandelt. Von dort geht die in manchen Passagen fast zu rasante Verwandlungs-Reise los. Von der Valente bis zur Leander, und immer wieder zur Piaf. Vom Musical über Soul bis zum Country, und immer wieder zum Chanson. Von Italien über Ungarn bis nach Texas, und immer wieder nach Paris. Exzellent abgeschmeckt wird das Soloprogramm mit berührenden Eigenkompositionen und sogar volkstümlichen Jodlern, immer unterstützt von drei brillanten Begleitern am Bass, an der Gitarre und am Piano.

Dazu noch ein köstlicher Humor, mit dem die Powerfrau das nur wenig Erotische am Makrobiotischen aufs Korn nimmt oder das knusprig königliche Baguette einfach mit stinkendem Camembert vom französischen Himmel auf den deutschen Boden knallen lässt.

Katharine Mehrling ist die Vielseitigkeit in Person. An der Ostsee verblüfft die zarte Blonde mit gewaltiger Stimme noch viele. In Berlin wird sie längst als der neue große Musicalstar bejubelt, schon 250 Mal allein als Sally Bowles in “Cabaret” in der “Bar jeder Vernunft”. Gefeiert wurde sie auch als Sugar Kane in “Some like it hot”, Sandy in “Grease”, Norma Cassidy in der europäischen Erstaufführung von “Victor und Victoria”, Eponine in “Les Miserables” sowie Evita Peron in “Evita”.

Doch bei aller vitalen Lust an der Verwandlung - der Spatz von Paris mit einer Stimme wie schwarzer Samt bleibt die Bühnenpersönlichkeit, mit der die Mehrling am stärksten berührt, fasziniert und elektrisiert. Die kleine große Piaf ist für immer unerreicht, und dennoch wird die Chanson-Legende auf der Bühne des Strandhotels mehr als imitiert. In einigen flüchtigen Sequenzen ist die Mehrling die Piaf. Doch aus diesen entschwebt die wohl französischste Hessin immer schnell - wohl aus Respekt vor der Legende - in andere Genres, Rollen, Sprachen, die eigene Unverwechselbarkeit oder auch nur eine süffisante Spielerei.

Ihre erste große Liebe, ein Franzose, schenkte Katharine Mehrling eine Kassette mit Liedern von Edith Piaf, und damit den Beginn der wohl größten Liebe ihres Lebens. “Ich kann es nicht erklären. Ich war sofort und für immer drin - in ihrem Bann”, erzählt Katharine Mehrling. Die Kassette hört sie so oft, bis das Band entgleitet. “Von da an habe ich die Kassette unzählige Male wieder aufgewickelt und gehört.” Intensiv studiert sie das Leben und Werk ihres Idols, wandelt in Paris auf seinen Spuren, bis sie ein fast familiäres Gespür für Edith Piaf selbst mit dem kleinen Finger, jeder Geste, Pose und natürlich einer Stimme von immenser Voltzahl ausstrahlt. Einfach ein Genuss, wie die Mehrling dann auch noch spektakulär, scheinbar kinderleicht und professionell inszeniert die Brücke in die Gegenwart baut. Sie rockt mit ihren Musikern unwiderstehlich das Chanson und das Strandhotel. Bravo Katharine!


Frankfurter Neue Presse - 07. Juli 2010, von Anne-Rose Dostalek

Wolfsgeheul in der Burg

Künstlerin mit Jodel-Diplom singt Chansons und geizt nicht mit Reizen

Kokettiert mit ihren Musikern und dem Publikum: Katharina Mehrling hat in der Vilbeler Wasserburg als gebürtige Nidderauerin fast ein Heimspiel.

Mit besonderer Spannung sind viele Nidderauer am Montagabend zu den Burgfestspielen Bad Vilbel gefahren. Trat doch dort zum ersten Mal seit neun Jahren die Chansonsängerin Katharina Mehrling auf, groß geworden in Nidderau-Ostheim und mittlerweile zur Schauspielerin und Solistin mit eigener Band gereift . . .

Bad Vilbel. In ihrem neuen Programm «Bonsoir Katharine» spiegelt sie sich selber: Ihre Anfänge als Grand Prix-Sängerin Cassy mit dem Ralf Siegel-Schlager «Aus», ihre Liebe zum französischen Chanson und den Schritt zum eigenen Lied. Als sich der Nebel lichtet, in dem sie sich in den ersten Gesangsminuten hüllt, erleben die Zuhörer in der ausverkauften Burg eine vielseitige Künstlerin, die mehr als nur ein Genre beherrscht.

Klar, dass sie ihre Stimme immer wieder warm und sehnsuchtsvoll in den Edith Piaf-Chansons zur Geltung bringt. Der Jubel will fast kein Ende nehmen, wenn sie die Evergreens wie «Je ne regrette rien», «Milord» oder «La vie en Rose» singt. Fast als sei sie selber der «Spatz von Paris».

Doch die neue Katharine Mehrling will mehr sein als eine begeisternde Piaf-Interpretin. Mit ihrer ausgebildeten, glockenhellen Stimme, die sie ganz nach Belieben dunkel verhüllen kann in Blues- und Country-Songs oder zu atemberaubenden Jodler-Tönen emportreibt, zieht sie immer wieder das Publikum in den Bann.

Und sie kann auch mehr als nur wunderbar singen: Sie spricht das Publikum an, lacht und lächelt und zeigt sich von der erotischen, körperbetonten Seite. Dazu mit ausgeprägter Selbstironie und Humor, so dass das Publikum immer wieder verblüfft ist über die neueste Wendung im Programm. Etwa wenn sie sich den Cowboy-Hut aufsetzt, ihre Begleiter sich im Wolfsgeheul üben und sie alle übertrifft mit wohlgefälligen Jodlern. Gelernt ist gelernt – wer die Jodlerschule besucht, der hat es eben drauf. Vermutlich ist sie die erste Ostheimerin, die das Jodler-Diplom hat . . .

Pianist Harry Ermer, Gitarrist Jo Gehlmann und Daniel Zenke am Kontrabass begleiten Katharina Mehrling musikalisch auf ihrer Lebensreise. Mit sichtlichem Vergnügen lassen sich die drei Musiker auch von dem «special guest» Vassily Dück und seinem Akkordeon zu einer kleinen Jazzsession verführen, begeistern damit das Publikum.

Nach der Pause präsentiert Mehrling ihre eigenen Lieder – und kündigt ihr erstes Album an. Mit kleinen musikalischen Schmankerln macht sie darauf Appetit. «Du bist so lecker», singt Katherine ihr schräges Lied. Und schaut dem männlichen Gast in der ersten Reihe tief in die Augen.


Wetterauer Zeitung - 07. Juli 2010

Nicht abgehoben, sondern beeindruckend

Fesselnder Chansonabend mit Katherine Mehrung in der Burg - Als Gast Akkordeonist Vassily Duck

Bad Vilbel (aho). »Bonsoir Katherine - Chan­sons und mehr« hieß das Musikprogramm, das Katherine Mehrung zu den Burgfestspielen gab. Das klingt wie »miles and more«, nach Bonuski­lometern - oder doch mehr nach Bonustönen. Und die gab es in dem Mix aus Jazz, Blues, Chan­sons, Country, Musical und Schlager reichlich. Katherine Mehrung fing auf Französisch an, be­grüßte das Publikum, stellte die Musiker vor, die ihr musikalisch den Rücken freihalten: Pianist Harry Ermer, Gitarrist Jo Gehlmann und »der süßeste Bassist in Berlin«, Daniel Zenke - alles auf Französisch.

Dann eine Panne: der Rauch, ein Husten: »Scheiße!« Ein Stocken. »Jetzt ist es raus«, sagt die Chanteuse geknickt, während sich der Rauch verzieht: »Ich bin gar keine Französin, ich bin die Katherine aus Ostheim.« Applaus. Und dann beginnt eine musikalisch-gesanglich immer wieder positiv verblüffende Personalityshow. Nicht ab­gehoben, nicht selbstgefällig, sondern mit vielen selbstironisch-autobiografischen Rückgriffen der Mehrung. Aus dem Ostheimer »Mädsche« ist eine Sängerin geworden, die von der »Berliner Zeitung« fast hymnisch »als eine der stärksten und wandlungsfähigsten Sängerinnen im Chanson- und Musi­calfach« gelobt wird. Zu Recht. Denn was sie kann, ist beeindruckend.

Sie hat die Stimme für die Lieder der Piaf - für ein verträumtes »Vie en rose«, ein burschikoses »Padam, Padam«, für ein angerocktes »L‘homme ä la Moto«, einen leidenschaftlichen »Milord«, der zunächst nur kurz anklingt, und für weitere Chansons vom »Spatz aus Paris«. Dort, an der Seine, war sie auch einmal, um auf den Plätzen und in den Parks die Atmosphäre zu schnuppern, in der ihr Vorbild einmal lebte. Aber Katherine Mehrung ruht sich auf ihrer klassischen Parade­rolle nicht aus. Sie traut sich auch zu mischen. »Ganz Paris träumt von der Liebe«, aber kaum erkannt, verblasst es und geht wieder über in »Vie en rose«. Dann flirtet sie mit einem Herrn aus der ersten Reihe: »Wie heißt du? Joachim?« Später wird sie sich ihm auf Knien nähern (»Isch bin erregt, verwirrt, es ist ein‘ Catastrophe!« klagt sie mit perfektem französischem Akzent). Ebenso unerschrocken spielt sie auf einem Kassettenrekorder ihre erste Gesangsaufnahme ab: »Heidi«, mutig interpretiert von der dreijäh­rigen Katherine. Als Entschädigung singt sie Country - mit Cowboyhut, in Jeans und Karo­hemd. Gleich im Anschluss setzt sie zum Jodeln an, was diese »volkstümliche« Gesangsform gründlich entstaubt. Und zum Tango kommt ein spezieller Gast: Vassily Duck, einer der vielleicht temperamentvollsten Akkordeonisten in der Re­publik. Mit seiner Begleitung wird Piafs »Mi­lord« (nun in voller Länge) zu einem doppelten Genuss. Dazwischen kommen immer wieder, mal schwung-, mal gefühlvoller, eigene Lieder und Kompositionen, die sich harmonisch in den Ge­samtabend einfügen.

Mit diesem Programm trat die Wahlberlinerin Katherine Mehrung schon erfolgreich in der »Bar jeder Vernunft« auf. Passenderweise, denn was sie auf der Bühne anstellt scheint manchmal jenseits von Erklärungen. Einige Rollen hat sie schon gespielt; Sie war die Piaf im Musical, die Sally Bowles in »Cabaret«, die Irma La Douce, die Polly in der »Dreigroschenoper« und die Evita. Sie beherrscht den Jazz, das »schweinische« Couplet, den angekitschten Country und den Schlager, den sie aber längst nicht mehr wie ein Sternchen singt. Offensichtlich hat sie jede Menge Spaß auf der Bühne. Den hat auch das Publikum, das ihr stehend applau­diert.


Berliner Zeitung - 12. November 2009, von Birgit Walter

Als Katharine noch die Marianne war

Mehrlings gefeiertes Solo in der Bar jeder Vernunft

Es wird auch gejodelt an diesem Abend und zwar ziemlich gut. Dazu gibt es Erklärungen über die Lautbildung der Töne, diesen hurtigen Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme, die einst der Verständigung von Alm zu Alm dienten. Es gibt einen Hinweis auf das Jodeldiplom der Vortragenden, doch, dieser gesamte gründliche Jodel-Vortrag - er ist wirklich sehr lehrreich.

Das verdutzte, aber eben auch ungeheuer liebevolle Publikum in der Bar jeder Vernunft ist längst bereit, im zweiten Teil des Programms auch dieser seltsamen Facette im Schaffen von Katharine Mehrling ausführlich zu huldigen, als Rolf Kühn schließlich dazwischen geht. Der große alte Jazzer, bei dem Kenner den eigenen Kühn-Ton auf der Klarinette heraushören, wird dem Abend noch eine weitere heitere Note hinzufügen, den Swing. Kühn, der gerade seinen Achtzigsten feierte, und Mehrling (34) haben vor Jahren auf einer Party ihre musikalische Liebe zueinander entdeckt und wollen sie nun gemeinsam auf einer Platte ausleben.

Aber eigentlich ist „Bonsoir Katharine“ natürlich der Abend von Katharine Mehrling. Sie ist eine der stärksten und wandlungsfähigsten Sängerinnen im Chanson- und Musicalfach. Wer sie je als Regisseur auf der Bühne hatte, will sie nicht mehr hergeben. Sie war die Piaf, die Sally Bowles, die Irma La Douce, die Polly und die Evita - und gibt derzeit eine widerspenstige Greisin im Renaissance-Theater („Ewig jung“). Ihre Stimme bleibt noch nach drei Stunden Programm in jeder riskanten Höhe unangestrengt samtig und verliert auch in den dunklen Lagen nicht an dichtem Wohlklang. Bis auf Rock, da fehlt ihr das Dreckige, kann sie alles, und alles beseelt - das getragene Chanson, den groovigen Jazz, das schweinische Couplet, den lieblichen Country und - ja, natürlich, den großen Schlager.

Nie wollte sie davon reden, wie sie als 16-Jährige bei Ralph Siegel unter Vertrag geriet, nachdem ihre Eltern eine Kassette dorthin geschickt hatten. Wie sie sich Cassy nannte und mit krisseligem blonden Wischmopp als Frisur eine junge Marianne Rosenberg gab, um den Grand Prix zu gewinnen. Es hat nicht geklappt, aber der Auftritt war krass, und Mehrling hat heute die Größe, ihrem johlenden Publikum das alte Video zu präsentieren und noch ein bisschen live mitzusingen.

Noch andere Geschichten aus ihrem Leben lassen das Programm nicht in einen bedeutungsschweren Chanson-Abend abdriften, sondern in eine witzige Personality-Show mit funkelnder kabarettistischer Selbstironie (Regie: Stephan Prattes) und furioser musikalischer Begleitung. Mehrling erzählt, wie sie als Hessin Deutsch lernte („Ostheim findet man auf Googelmap - wenn man das möschte.“). und Französisch („Französisch konnte ich gut, nur sprechen konnte ich es nicht“) und man sich als Musical-Star in Castrop-Rauxel fühlt. Es gab also viel zu lachen und in der Pause die Frage, warum Katharine Mehrling eigentlich nicht so berühmt ist wie zum Beispiel Annett Louisan. Aber jede Frage lässt sich nun auch nicht klären in so einer Show.


Berliner Morgenpost - 12. November 2009, von Peter E. Müller

Ein betörender Abend mit einer Musical-Diva

Noch klirren die Gläser. Letzte Bestellung. Nein, während des Programms wird nicht serviert. Da ist das Servicepersonal konsequent. Und das ist gut für den Abend, besonders für diesen ausverkauften Premierenabend in der atmosphärisch-plüschigen Bar jeder Vernunft.

Er gehört ganz allein der Sängerin Katharine Mehrling, einer Vollblut-Entertainerin mit großer Stimme und noch größerem Herzen. Einem Musicalstar aus Berlin. Sie sang in „Evita“, „Les Miserables“, „Irma La Douce“ und stand in der Bar mehr als 250 Mal als gefeierte Sally Bowles in „Cabaret“ auf der Bühne. Sie nimmt jeden Song, jedes Chanson, jeden Schlager ganz fest in die Arme und macht ihn sich zu Eigen. Sie gibt jedem einzelnen im Saal das Gefühl, zu einer Schar Auserwählter zu gehören, die einem ganz besonderen Abend beiwohnen dürfen: „Bonsoir, Katharine!“.

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Zu hartem E-Gitarrenklang und Edith Piafs „L‘homme á la moto“ entsteigt sie dem Bühnennebel. Ja, die Piaf. Fast schon ein Markenzeichen der Mehrling. Dreimal stand sie schon in Piaf-Produktionen auf der Bühne und faszinierte jedes Mal von neuem. Pianist Harry Ermer, Gitarrist Jo Gehlmann und Bassist Daniel Zenke stärken ihr versiert den Rücken bei dieser musikalischen Lebensreise, in der Katharine Mehrling viel von sich preisgibt. Wie sie 1987 als Teenager mit dem Ralph-Siegel-Schlager „Aus“ und dem Künstlernamen Cassy am Grand-Prix-Vorentscheid teilnahm wird per Videowand und live dokumentiert. Ihre Jugend im hessischen Ostheim in der elterlichen Musikkneipe wird in einem Medley verarbeitet, bei dem sie weder vor Caterina Valentes „Tipitipitipso beim Calypso“ noch vor Cissy Kraners „Aber der Nowak lässt mich nicht verkommen“ zurückschreckt. Ihr Karrierestart im Londoner Westend in „Hair“ mündet in der Gänsehautballade „John Mills“. Dann wird sie mit Hank Williams‘ „Love Sick Blues“ zur Country-Queen und jodelt sich versiert durch den „Erzherzog Johann Jodler“.

Die eigene Biografie gibt die Dramaturgie vor für diese zweieinhalb bewegenden, betörenden Stunden. Nach der Pause kommt als besonderer Gast Klarinettist Rolf Kühn auf die Bühne, eine deutsche Jazzlegende, mit der sie neue Songs wie „Ich vermiss dich gar nicht mehr“ und „Lecker“ singt. Und zum Finale geht es konsequent zurück nach Paris, zurück zum Chanson mit „Nantes“ und „Je Suis Malade“. Ein wunderbarer Abend mit einer außergewöhnlichen Sängerin.


Märkische Oderzeitung - 12. November 2009, von Lorenz Tomerius

„Bonsoir Katharine, sie waren zauberhaft!“

„Bonsoir Katharine“, Sie waren zauberhaft in der Bar jeder Vernunft! Obwohl Sie dort ja schon als Sally Bowles in “Cabaret“ Triumphe feierten, war es kein Heimspiel. In Berlin ist nie etwas ein Heimspiel! Sie aber haben Ihr Publikum verführt, mit Charme, Witz und Humor. Vor allem aber mit Können, Bravour und Vielfalt. Sie haben uns mit auf die Reise genommen. Auf eine Traumreise nach Paris zum großen Vorbild Edith Piaf. Die hat sich gewiss gefreut, dass jemand ihr so klar, so schön, so dreist und so bescheiden das Wasser reichen kann.

Auch London und New York, wo Sie studiert, gelernt, begonnen haben, sind Reiseziele. Aber die wahre Frau von Welt erobert im Showgeschäft zur Not auch mit dem Erzherzog Johann Jodler die Alpengipfel. Nieder mit dem Matterhorn! Schluss mit Heidi! Katharine Mehrling will auch mal schnell nach Spanien und in die Puszta! Von dort nach Wien, wo Georg Kreisler in seine geschmackvolle Porno-Schatulle greift und der morbide Macho „Novak“ sie nicht verkommen lässt.

Da das Musical überall zu Hause ist, widmet sie eines der ersten Eigenprodukte auch „Castrop Rauxel“. Der Name ist Programm für alle kleinen Bühnen, die auch in schönster Unvollkommenheit ihr Publikum zu begeistern suchen. Auch die Provinz ist ihr Feld und sie führt hinreissend durch alle möglichen Dialekte ost-, und west- und heimatlich hessischer Provenienz.

Entwaffnend ehrlich, Lachmuskel strapazierend und doch erschütternd komisch ist die Filmerinnerung an Ihre Schlager-Grandprix-Periode bei Ralph Siegel. Das blond-lockig aufgetakelte Suppenhuhn, das da unter dem Namen Cassy auf dem letzten Platz herumkräht, hat dabei dennoch viel gelernt: zur eigenen Persönlichkeit zu stehen. Im Showgeschäft kann man wie in der Politik auf die Dauer doch nicht ganz ohne Charakter auskommen. Da zeigen Sie bewundernswert Format.

Das macht auch Ihre gemeinsame Arbeit mit der Jazzlegende Rolf Kühn so sinnvoll. Gerade 80 Jahre jung geworden, ein Mann mit strahlend freundlicher, ruhiger, Aura haben Sie jetzt in dem Komponisten, Dirigenten und Klarinettisten, den Benny Goodman so schätzte, einen Partner für gemeinsames Musizieren und Liederma-chen. Auch diese nun gemeinsamen Werke machen dem Publikum Spaß und wer-den kräftig applaudiert.

Was Sie da so alles treiben, was Sie das so alles drauf haben: eine Stimme voller Kraft, aber auch voll sensibler Nuance, ein kesser Umgang mit dem Text, verwege-ner Charme, das strahlend fröhliche Lachen, die heiter kindhafte Freude, wenn etwas besonders gut gelingt. Und das alles ohne Diven – Borniertheit und ohne Star – Blasiertheit! Es ist unmöglich von KatharinaMehrling nicht begeistert zu sein! Also nichts wie hin! „Bonsoir, Katharine!“


Der Tagesspiegel - 12. November 2009, von Frederik Hanssen

Unsere Diva: Katharine Mehrling

in der Bar jeder Vernunft

Die „Schnuckedönschen“ sind ein Gourmetklassiker in der Bar jeder Vernunft. Ein Teller mit allerlei Leckereien vom Pumpernickel-Schnittchen bis zum Baguette-Canapé. Genauso funktioniert auch Katharine Mehrlings neues Programm: Die Alleskönnerin mit der zartherben Stimme hat für jeden Geschmack etwas parat, zelebriert französische Chansons, um die sentimentale Stimmung sofort wieder mit lässiger Selbstironie zu brechen, jazzt mit Rolf Kühn, gibt Country-Songs zum Besten, jodelt, parodiert gekonnt die unterschiedlichsten Dialekte – und der Saal hängt ihr an den Lippen, drei volle Stunden lang.

Dass ihre Eltern in der Nähe von Frankfurt eine Musik-Kneipe betrieben, wies ihr den Weg ins Showbiz. Die vielen funkelnden Facetten aber, die sie jetzt bei „Bonsoir Katharine“ im Spiegelzelt vorzeigt, hat sie sich selber auf der Ochsentour durch die deutsche Provinz eingeschliffen. „Ich kam sogar bis Bremerhaven, und hab mich nicht mal hochgeschlafen“, singt sie in einem ihrer selbst getexteten Lieder. Überhaupt zeigt die Entertainerin keinerlei Scheu, private Peinlichkeiten auszubreiten – wobei man nie genau weiß, was nun wahr und was nur um der passgenauen Pointe willen erfunden ist. Ein raffiniertes Spiel mit Sprachen, Stilen und Situationen. Dafür wird Katharine Mehrling vom beglückten Publikum mit Blumen überschüttet.

PR-Material

Ankündigung: „Am Rande der Nacht“

Katharine Mehrling & Band – Gaststar Jazzlegende Rolf Kühn

„Am Rande der Nacht“, Katharine Mehrlings neue Musik-Show bietet ein wahres Feuerwerk mit Chansons, Pop, Jazz, Country und Blues.

Mit Leichtigkeit wandert Katharine Mehrling durch die unterschiedlichen musikalischen Genres. So zart und verletzlich, so kraftvoll und selbstbewusst. Sie geht weit in ihrer Kunst, gestattet tiefe Blicke in ihre Seele. Man wird förmlich hineingesogen in ihre Welt. Widerstand zwecklos. Mit außergewöhnlicher Stimme und direkter Poesie erzählt sie ganz eigensinnig von ihren Begegnungen und Augenblicken. Entwaffnend ehrlich und dennoch voller Geheimnisse!

Als Gaststar bringt Katharine Mehrling den weltberühmten Klarinettisten Rolf Kühn mit, der im Juni den Jazz-Echo 2011 für sein Lebenswerk erhielt.

Zusammen haben beide Ausnahmekünstler ein Studioalbum produziert, das im April 2011 veröffentlicht wurde. Begleitet von großartigen Musikern wollen sie ihr Publikum nun auch live verzaubern: „Am Rande der Nacht“ mit Katharine Mehrling: Ausatmen, loslassen, dahinschmelzen.

 

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